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Übersicht

Etwa 43.000 Kinder und Jugendliche gelten in Österreich als Young Carers. Das sind Menschen unter 18 Jahren, die zu Hause kranke Angehörige pflegen oder bei der Pflege unterstützen. Die Krankheiten, die versorgt werden müssen, reichen dabei von einer psychischen Erkrankung über Suchtkrankheiten bis hin zu chronischen Erkrankungen. Young Carers unterstützen ihre Angehörigen im Alltag, pflegen sie, leisten emotionalen Beistand, kochen und betreuen möglicherweise noch Geschwisterkinder mit.

Aus Studien ist bekannt, dass häusliche Pflege auch erwachsene Menschen sehr belastet, Co-Erkrankungen physischer und psychischer Art sind häufig die Folge – die Lebensqualität leidet (Kruse, 2017; Dharampal & Ani, 2019). Im Fall von Young Carers spitzt sich diese Situation noch zu, weil es grundsätzlich nicht Aufgabe von Kindern ist, sich um ihre Eltern zu kümmern. Sie fühlen sich aber häufig verantwortlich und wachsen in diese Rolle der Pflegeperson hinein. Eine unbeschwerte Kindheit, in der sie sich frei entfalten können ist nicht möglich. Sie sind psychisch belastet und häufig auch sozial isoliert, weil sie aufgrund der Pflegeaufgabe wenig Raum haben, mit Gleichaltrigen ihre Freizeit zu verbringen.

Auch im Erwachsenenalter hinterlässt die verlorene Kindheit Spuren: Viele ehemalige Young Carers sind Studien zufolge auf Psychotherapie im Erwachsenenalter angewiesen (Mattejat et al., 2012). Häufig fehlt es an ausreichenden Entlastungsangeboten und Unterstützung von außen. Bekanntermaßen hat die Covid-19-Krise Pflegesituationen für pflegende Angehörige noch weiter verschärft. Deshalb soll in einem von der Stadt Graz unterstützten Pilotprojekt untersucht werden, ob digitale Technologien als Unterstützungsangebote für Young Carers ausreichend und krisenfest sein können.

Projektleitung

Univ.-Prof. Dr.

Martina Schmidhuber

Professorin für Health Care Ethics
Heinrichstraße 78 B/I
8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 6122

Mag.phil. Dr.theol.

Thomas Gremsl

Institut für Ethik und Gesellschaftslehre
Heinrichstraße 78 B/II
8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 3189


Projektmitarbeiterinnen

Franziska Reitegger

BA MSc

Institut für Moraltheologie
Heinrichstraße 78 B/II
8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 2538

Carmen Oberreßl

BSc BA MSc

Institut für Moraltheologie
Heinrichstraße 78 B/II
8010 Graz


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